© Edi Gasser
.....  was sagen ausgewiesene Naturjodel-Kenner zur Vokalisation ?
… die bunte Sprache  (Dialekt)  birgt prächtige Abwechslungen in sich,  daher muss die Urvokalisation wieder kommen beim Naturjodel …  dir  gefallen die frisierten, kultivierten Jodel besser, aber die andern sind die  echten, wirklichen Naturjodel …      Robert Fellmann  (1885 - 1952 … wenn sich ein Jodler über vorgeschriebene Silben Rechenschaft  geben muss, verliert er seine freien und frohen Töne …  Oskar Friedrich Schmalz  (1881 - 1960)  … gut gemeinte Kurstätigkeit hatte als unbeabsichtigte Nebenwirkung,  dass die originelle alte Vokalisation schwand, was eine gefährliche  Gleichschaltung zur Folge hatte …   Heinrich Josef Leuthold  (1910 – 2001)  … möge der Naturjutz von der umgreifenden Unsitte der einheitlichen  Vokalisation verschont bleiben …       Adolf Stähli  (1925 - 1999)   ... nur wer mit der Tradition und dem Dialekt einer Region vertraut ist, ist auch befugt, an der Naturjuiz-Vokalisation Kritik zu üben  ..      eg.
Anmerkung: Während Jahrzehnten wurden in Kursen und an Festen unsern Jodlerinnen und Jodlern unsere Vokalisation regelmässig als “unjodlerisch” kritisiert.      (siehe oben Aussage von Heinrich Leuthold) Wir sind bestrebt, die überlieferte Vokalisation wieder vermehrt einzubauen. Das braucht seine Zeit.
Zitat von Dr. Dieter Ringli, Musikethnologe “Der Naturjutz mit seinen Spannungen und Schärfen wurde zunehmend als falsch und unkultiviert abgetan,  nicht zuletzt, da er mit den Wertungskriterien der Preisrichter der Jodlerfeste nicht erfassbar war, aber auch,  weil er von nicht in seiner Tradition Aufgewachsenen kaum erlernt werden konnte.”
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All das, was allgemein an Jodeltechnik gelehrt wird, gilt auch in unserer Region. Dazu gehören:  Atemtechnik - Kehlkopfschlag - Tonbildung - Gehörschulung   usw. Dazu kommen     lokale Eigenheiten in der Vokalisation,    die unsern Juiz so speziell machen. Bes. Eigenart:     " ui / dui / dui-jo / dui-ja / hol-di-jo "  Klangfarbe helle  "i"   (bis helles "ü"):     ho-li  /  du-li   /  jo-li     u.a.m die    sind bei uns nicht gebräuchlich, weder im echten Dialekt noch im Juizen. vergleiche Aussprache im Mittelland: “hüt sind Lüt zu üs cho jutze ” in Obwalden: “hit sind Lyyt zu yys cho juizä   (auch:   Liit zu iis cho) in Nidwalden: “hit sind Leyt zu eys cho juizä (Engelberg  “hüt sind Luit zu uis cho jöizä” )
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d’r Obdesseler
Egg-Juiz
d’r Obwaldner
Muisflue-Juiz
zur Vokalisation im  UJV-Raum
Beispiele  ( Klick auf Wiedergabe-Player )
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   UJV Unterwaldner Jodler Vereinigung
Wo die Sprache aufhört, fängt der Naturjuiz* an. nach E.T.A. Hoffmann
Der Naturjuiz* braucht keinen Dolmetscher. nach © Hermann Lahm
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